Von der Leyen für Treibhausgasreduzierung um 50 Prozent

11.07.2019
Ein Klimaumbruch soll durch den "Trendsetter EU" verhindert werden
<br /> - Quelle: APA (AFP)Ein Klimaumbruch soll durch den "Trendsetter EU" verhindert werden
- Quelle: APA (AFP)

Die Kandidatin für das Amt der EU-Kommissionspräsidentin, Ursula von der Leyen, hält ehrgeizigere Ziele bei der Reduzierung von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 für möglich. Das bisher vereinbarte Ziel einer Verringerung um 40 Prozent könne "ehrgeiziger sein" und die EU "sich auf ein Ziel von 50 Prozent zubewegen", sagte von der Leyen am Donnerstag in der Fraktion der Linken im Europaparlament.

Von der Leyen bekräftigte dabei das Vorhaben, bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität in der EU zu erreichen. Die EU könne hier weltweit "Trendsetter" sein, sagte sie. Die Einführung einer EU-weiten CO2-Steuer lehnte von der Leyen ab. Diese einzuführen, werde "unendlich viel Zeit und Kraft kosten", weil dafür Einstimmigkeit unter den Mitgliedstaaten nötig sei.

Von der Leyen plädierte deshalb für einen Ausbau des Emissionshandels, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verteuern. Dieser könne auf die Bereiche Schifffahrt, Luftfahrt, Verkehr und Gebäude ausgeweitet werden. Gleichzeitig müsse aber sichergestellt werden, dass der Kampf gegen den Klimawandel keine "Kollateralschäden" erzeuge und "Jobs kostet" und nicht dazu führe, dass die Bürger zahlen müssten.

Die grüne Ko-Fraktionsvorsitzende Ska Keller kritisierte auf Twitter, dass von der Leyen hinter dem vom EU-Parlament geforderten Ziel einer Reduzierung um 55 Prozent bis 2030 zurückbleibe. Ihre Fraktion hatte am Mittwoch bereits erklärt, sie wolle kommende Woche gegen von der Leyens Ernennung zur Kommissionspräsidentin stimmen.

Quelle: APA/ag.