Tschechien will Anteil Erneuerbarer auf 22 Prozent steigen

14.01.2020

Der Anteil erneuerbarer Energiequellen in Tschechien soll bis 2030 von derzeit 14,9 Prozent (2019) auf 22 Prozent steigen, wie im Klima-Energie-Plan, den die Prager Regierung laut Berichten tschechischer Medien vom Dienstag billigte, steht. Opposition und Umweltschützer kritisieren den Plan als unzureichend. Die EU hatte Tschechien das Ziel von mindestens 23 Prozent bis 2030 empfohlen.

Die Zahl berücksichtigt die erneuerbaren Energiequellen für Strom sowie Heizung und Kühlanlagen, hieß es. Ursprünglich hatte die Regierung nur mit 20,8 Prozent bis zum Jahr 2030 gerechnet. "Jedes Prozent über der Marke von 20 Prozent würde uns 30 Mrd. Kronen (1,19 Mrd. Euro) an Förderungen kosten", hatte dazu der Industrie- und Handelsminister Karel Havlicek bereits früher gesagt.

Eine Gruppe von Senatoren von vor allem oppositionellen Parteien hatte das Industrie- und Handelsministerium aufgefordert, das Ziel auf 24 Prozent bis 2030 zu erhöhen. Größere Ambitionen forderten auch Umweltorganisationen und die Vertreter der Branche.

Der Regierungsplan sei eine "große verpasste Gelegenheit und gleichzeitig eine Schande, dass die Entwicklung der erneuerbaren Energiequellen nicht zu einer größeren Priorität geworden ist", kritisierte der Vertreter der Umweltbewegung "Duha" ("Regenbogen"), Tomas Jagos.

Quelle: APA