Ölpreise legten zu - Trump warnt Iran

20.05.2019
Die OPEC will behutsam Erdölbestände verringern
<br /> - Quelle: AFPDie OPEC will behutsam Erdölbestände verringern
- Quelle: AFP

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn spürbar gestiegen. Am Markt wurde auf Äußerungen aus Saudi-Arabien und die politischen Spannungen zwischen den USA und Iran verwiesen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Früh 73,12 US-Dollar (65,45 Euro). Das waren 91 Cent mehr als am Freitag.

Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 76 Cent auf 63,52 Dollar. Ein Grund für die Preiszuwächse waren Äußerungen aus den Reihen des Ölkartells OPEC. Am Wochenende hatte der saudische Ölminister Khalid Al-Falih die Haltung seines Landes bekräftigt, die zwischen der OPEC und anderen großen Förderern vereinbarten Produktionskürzungen in der zweiten Jahreshälfte beizubehalten.

Für Preisauftrieb sorgten zudem Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. "Wenn der Iran kämpfen will, wird das das offizielle Ende des Iran sein. Droht nie wieder den Vereinigten Staaten!", schrieb Trump am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Die USA streiten mit dem ölreichen Iran seit längerem über dessen Atomprogramm. In den vergangenen Wochen haben sich die politischen Beziehungen der beiden Länder zunehmend verschlechtert.

Die OPEC und ihre Verbündeten wollen nach saudi-arabischen Angaben behutsam Erdölbestände verringern. Dabei werde man aber auf die Bedürfnisse eines fragilen Marktes achten, sagte der saudi-arabische Energieminister Khalid al-Falih am Sonntag nach einem Treffen von Vertretern der OPEC-Staaten und anderer Erdöl exportierender Länder.

Besprochen worden sei eine mögliche Verlängerung der Drosselung der Erdölförderung in die zweite Hälfte des Jahres. Die OPEC, Russland und andere Staaten hatten verabredet, in der ersten Hälfte 2019 die Ölförderung insgesamt um 1,2 Millionen Fass pro Tag zu verringern. Damit sollte der Aufbau von Ölreserven und die Preisschwäche für Öl gestoppt werden.

Quelle: APA/dpa