Ölpreise erholten sich etwas nach Kursrutsch vom Vortag

11.09.2019
Meldungen über Rückgang der US-Ölreserven sorgen für Preisauftrieb
<br /> - Quelle: APA (Symbolbild/AFP)Meldungen über Rückgang der US-Ölreserven sorgen für Preisauftrieb
- Quelle: APA (Symbolbild/AFP)

Die Ölpreise haben am Mittwoch einen Teil des Kursrutsches vom Vortag wettgemacht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Früh 62,70 US-Dollar (56,79 Euro). Das waren 32 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 36 Cent auf 57,76 Dollar.

Meldungen über einen Rückgang der Ölreserven in den USA sorgten in der Früh für Preisauftrieb. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute in der vergangenen Woche einen Rückgang der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl um 7,23 Millionen Barrel verzeichnet hat.

Am Nachmittag stehen die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung auf dem Programm. Hier wird am Markt zwar auch mit einem Rückgang gerechnet, aber nur um 2,9 Millionen Barrel. Sinkende Ölreserven können ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein zu geringes Angebot sein und stützen in der Regel die Ölpreise.

Zuvor hatte am Dienstag die überraschende Entlassung des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton durch US-Präsident Donald Trump die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. Bolton ist bekannt für seine äußerst harte Haltung gegenüber dem Iran, mit dem die USA wegen dessen Atomprogramm über Kreuz liegen. Möglicherweise geht mit der Entlassung eine etwas weniger strenge Haltung der USA gegenüber dem OPEC-Land einher.

Quelle: APA/dpa