Nawalny - Kurz sieht auch keinen Zusammenhang zu Nord Stream

15.09.2020
Sebastian Kurz und Wolodymyr Selenskyj
<br /> - Quelle: APASebastian Kurz und Wolodymyr Selenskyj
- Quelle: APA

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht ebenso wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny keinen Bedarf, Nord Stream 2 zu stoppen. Die Pipeline sei ein "wirtschaftliches, ein positives Projekt", sagte Kurz am Dienstag nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymir Selenskyj in Wien.

Kurz und Selenskyj verurteilten den Anschlag und forderten eine Untersuchung. Kurz betonte, dass die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden müssten. Gleichzeitig betonte er, mit Van der Bellen übereinzustimmen. Dieser hatte zuvor gesagt, dass er keinen Zusammenhang zwischen dem Fall Nawalny und Nord Stream 2 sehe. Kurz ergänzte: Bei dem Projekt, an dessen Finanzierung auch die OMV beteiligt ist, gehe es um eine Diversifikation der Routen.

Selenskyj sieht das anders. Er verstehe, "das hat mit der Wirtschaft zu tun. Unternehmen möchten Gewinne machen." Allerdings gehe es um die Frage der Energiesicherheit nicht nur der Ukraine, sondern um die Zukunft der Energiesicherheit. Er wünsche sich, dass diese Frage auch "aus unserer Perspektive" gesehen werde.

Quelle: APA