Jüngste Preisanstiege beim Öl vorerst gestoppt

13.02.2020
Ölförderanlage im Süden von Los Angeles
<br /> - Quelle: APA (AFP)Ölförderanlage im Süden von Los Angeles
- Quelle: APA (AFP)

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag nach den Anstiegen der vergangenen beiden Handelstage wenig verändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Früh 55,67 US-Dollar (51,01 Euro). Das waren 12 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI stieg geringfügig um 2 Cent auf 51,19 Dollar.

An den Finanzmärkten ist das Coronavirus wieder stärker in den Fokus gerückt. Zuletzt ist die Zahl der Infizierten in China sprunghaft angestiegen und auch die Zahl der nachgewiesenen Todesopfer ging stark nach oben. Investoren setzten verstärkt auf vergleichsweise sichere Anlagen, während riskantere Anlagen wie Rohöl etwas weniger gefragt waren.

Die Rückkehr der Sorgen vor einer starken Ausbreitung des Virus und möglichen negativen Folgen für die Weltwirtschaft dürfte nach Einschätzung von Marktbeobachtern den Druck auf Russland verstärken, einer weiteren Kürzung der Fördermenge durch die OPEC+ zuzustimmen. Ein Expertengremium der OPEC+, einem Zusammenschluss von OPEC-Staaten und anderer Ölländer wie Russland, hatte in der vergangenen Woche eine Reduzierung um weitere 600.000 Barrel pro Tag zur Stabilisierung der Ölpreise empfohlen.

Außerdem wird die Entwicklung der US-Ölreserven ebenfalls als ein Hinweis für eine schwächere Nachfrage gedeutet. Am Vortag hatte die US-Regierung gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 7,5 Millionen auf 442,5 Millionen Barrel gestiegen waren. Analysten hatten im Mittel nur einen Zuwachs um 3,2 Millionen Barrel erwartet.

Quelle: APA/dpa