E.ON will Bedenken gegen Innogy-Deal überwinden

25.06.2019
Der Konzern will sich von 260.000 Heizstrom-Kunden trennen
<br /> - Quelle: APA (Symbolbild/dpa)Der Konzern will sich von 260.000 Heizstrom-Kunden trennen
- Quelle: APA (Symbolbild/dpa)

Der Energiekonzern E.ON will mit Zugeständnissen Bedenken der EU-Kommission gegen die Übernahme der RWE-Tochter Innogy überwinden. Die Vorschläge sähen Verkäufe im ungarischen Stromkunden-Geschäft sowie des Strom- und Gaskundengeschäfts von Innogy in Tschechien vor, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. In Deutschland wolle sich E.ON von 260.000 Kunden trennen, die Heizstrom beziehen.

Zudem will der Konzern 32 Ladestationen für Elektroautos an Autobahnen verkaufen. E.ON und der bisherige Rivale RWE hatten einen umfangreichen Tausch ihrer Geschäftsfelder vereinbart. E.ON will dabei die Energienetze und das Endkundengeschäft von Innogy übernehmen. Dieser Teil des Deals wird derzeit von Brüssel intensiv geprüft. Die Wettbewerbshüter untersuchen unter anderem, ob den Stromkunden Preiserhöhungen drohen. Die Übergabe des Ökostrom-Geschäfts von E.ON und Innogy an RWE haben sie bereits genehmigt.

Die EU-Kommission werde jetzt Marktteilnehmer auffordern, zu den Vorschlägen Stellung zu nehmen, hatte E.ON-Chef Johannes Teyssen nach Unternehmensangaben am Montag in Berlin gesagt. Das sei ein Standardverfahren. E.ON erwartet den Abschluss der Innogy-Übernahme für die zweite Jahreshälfte.

Quelle: APA/dpa