Deutscher Erneuerbaren-Verband erwartet weniger Umlage

11.10.2018
Die Börsenpreise für Strom sind zuletzt stark gestiegen
<br /> - Quelle: APA (Symbolbild/dpa)Die Börsenpreise für Strom sind zuletzt stark gestiegen
- Quelle: APA (Symbolbild/dpa)

In Deutschland wird die Umlage für Ökostrom im kommenden Jahr laut dem Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) sinken. Der BEE rechnet mit 6,51 Cent pro Kilowattstunde, wie er am Donnerstag mitteilte. Die Bandbreite betrage dabei 6,4 bis 6,6 Cent pro Kilowattstunde. In diesem Jahr beträgt die Umlage 6,792 Cent - sie war von 6,88 Cent im Jahr 2017 leicht gesunken.

Ein Grund für die Entwicklung sind zum einen die zuletzt stark gestiegenen Börsenpreise für Strom. Sie sind in Folge der höheren Preise für Öl, Steinkohle und Gas geklettert. Mit der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird die Differenz zwischen den Börsenpreisen und den festen Vergütungssätzen für Strom aus Wind, Sonne und Biomasse ausgeglichen. Steigt der Börsenpreis, sinkt die Umlage.

Ein weiterer Grund sind laut Verband die gestiegenen Preise im europäischen Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten: "Der Emissionshandel entfaltet in diesem Jahr eine Lenkungswirkung, verbessert die wirtschaftliche Vermarktung der Erneuerbaren Energien und honoriert so die saubere Energieerzeugung."

Die seit dem Jahr 2000 erhobene Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanziert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Übertragungsnetzbetreiber sind verpflichtet, angebotenen Strom aus erneuerbaren Energien nicht nur abzunehmen, sondern auch weitgehend zu festen Preisen zu vergüten. Die Netzbetreiber verkaufen den Strom dann an der Börse.

Quelle: APA/ag.