Andreas Scheuer will Prämie für E-Autos verdoppeln

24.05.2019
Der Absatz soll staatlich angekurbelt werden
<br /> - Quelle: APA (Symbolbild/dpa)Der Absatz soll staatlich angekurbelt werden
- Quelle: APA (Symbolbild/dpa)

Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den Absatz von Elektroautos einem Medienbericht zufolge mit deutlich höheren staatlichen Prämien ankurbeln. Am Mittwoch werde Scheuer dazu im sogenannten Klimakabinett der deutschen Regierung eine Regelung vorstellen, berichtete der "Spiegel" am Freitag aus seiner neuen Ausgabe.

Demnach soll der Umweltbonus für rein strombetriebene Autos ab 2020 von derzeit 2.000 auf 4.000 Euro verdoppelt werden. Gelten solle dies für Kleinwagen mit Batterie oder Brennstoffzelle bis zu einem Kaufpreis von 30.000 Euro. Diese würden bisher am wenigsten nachgefragt, berichtete das Nachrichtenmagazin. Scheuer wolle den "gewünschten Elektro-Käfer-Effekt" erreichen, hieß es dazu demnach in seinem Ministerium.

Bei teureren Wagen bis 60.000 Euro soll die Prämie künftig 2.500 Euro betragen. Unklar sei, ob auch die Autoindustrie ihren Anteil am Umweltbonus erhöhen würde, berichtete der "Spiegel" weiter. Derzeit legt sie zu dem Förderbetrag des Staates die gleiche Summe drauf. Bei leichten Nutzfahrzeugen und Taxis soll die staatliche Unterstützung sogar noch höher ausfallen. Ein elektrisches Taxi könnte demnach mit 8.000 Euro subventioniert werden.

In Österreich wird der Kauf eines Elektro-Pkw künftig seit März nur mehr mit 3.000 Euro statt wie davor mit 4.000 Euro unterstützt - egal, ob das Auto rein mit Batterien betrieben wird oder mit einer Wasserstoff-Brennstoff-Zelle ausgestattet ist. Subventioniert wird nur der Kauf von Elektroautos für den Privatgebrauch, die nicht mehr als 50.000 Euro kosten. Für Betriebe, Gemeinden und Vereine beträgt die Preisobergrenze 60.000 Euro.

Dem "Spiegel"-Bericht zufolge hat Scheuer den CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf seiner Seite. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte demnach zunächst zugestimmt, die alten Prämien bis 2020 zu verlängern und signalisiert, dass er danach eine ambitioniertere Regelung für sinnvoll erachte.

Das neu gebildete "Klimakabinett" der deutschen Regierung besteht aus den sechs Ministerinnen und Ministern für Umwelt, Landwirtschaft, Wirtschaft, Verkehr, Finanzen und Inneres sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das Gremium war im April erstmals zusammengekommen und soll dafür sorgen, dass die für das Jahr 2030 angestrebten Klimaziele erreicht werden können.

Quelle: APA/ag.