Agrana für Aufstockung von Bioethnol-Beimischung gewappnet

14.01.2020
Hoffnungsträger Biotreibstoffe
<br /> - Quelle: AGRANA BETEILIGUNGS-AGHoffnungsträger Biotreibstoffe
- Quelle: AGRANA BETEILIGUNGS-AG

Die neue Bundesregierung will laut Regierungsprogramm "fortschrittliche Biotreibstoffe" fördern und dem heimischen Sprit mehr Bioethanol beimischen. Im Gespräch ist eine Verdoppelung des Anteils bei Benzin von 5 auf 10 Prozent. Die Agrana erzeugt derzeit genug Bioethanol, um auch den verdoppelten Bedarf problemlos zu decken, sagte Agrana-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart am Dienstag zur APA.

Eine Beimischung von 10 Prozent Bioethanol würde einem Bedarf von rund 200.000 Kubikmetern entsprechen, die Agrana produziere aber 250.000 bis 260.000 m3, könne den Bedarf also ohne Kapazitätserhöhung mehr als erfüllen, sagte Marihart. Derzeit werde die überschüssige Produktion exportiert, "die CO2-Gutschrift ist im Ausland gelandet, aber ich glaube, dass CO2-Gutschriften bei den steigenden Preisen für CO2-Lizenzen gut im Inland aufgehoben sind".

Die Erhöhung der Beimischung von 5 auf 10 Prozent würde die heimische CO2-Bilanz um 200.000 Tonnen entlasten - bei einem aktuellen Preis von 25 Euro pro Tonne CO2-Zertifikat könnte sich Österreich 5 Mio. Euro im Jahr ersparen, rechnet Marihart vor. Die Preissteigerung für Benzin an der Zapfsäule würde sich "in der hinteren Kommastelle" abspielen, also weniger ausmachen, als die übliche tägliche Schwankungsbreite.

Quelle: APA