H2 Readiness

Im Rahmen des Projektes H2 Readiness wird eine Roadmap für ein dediziertes Wasserstoffnetz und eine H2 Blendingstrategie für Österreich entwickelt.

Die Roadmap und die Blendingstrategie sollen auf einer fundierten Bestandsanalyse der Wasserstoffverträglichkeit der Netze und der Speicher basieren, und nach technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten durchgeführt werden. Die Durchführung dieses Projekts erfolgt in 3 Phasen:

Phase 1: Erhebung der H2 Readiness des Netzes und der Speicher

Hierbei werden im Gasnetz verbaute Komponenten erhoben und auf deren Wasserstoffverträglichkeit bewertet. Generell wird ein Anteil von 10%, 20% und 100% Wasserstoff bewertet. Weiters soll eine Kostenabschätzung für etwaige erforderliche Umrüstungen der Netze und der Speicher durchgeführt werden.

Phase 2: Roadmap für ein H2-Netz

Ziel der Roadmap für ein dedizierte Wasserstoffnetz ist, den Aufbau eines Wasserstoffnetz zu entwerfen. Es sollen damit die zukünftigen Wasserstoffbedarfe der Endkunden und Transporte zu und aus den Speichern gedeckt werden können.

In einem ersten Schritt wurde ein Konzept für ein Wasserstoffnetz ausgearbeitet, um einen ersten Entwurf zu konzipieren. Das bestehende Gasnetz wurde in 2 Netze geteilt, ein dediziertes H2-Netz und ein CH4-Netz. Das dedizierte H2-Netz ist in der Lage unter allen möglichen Einspeiseszenarien die zukünftigen Bedarfe der Endkunden zu bedienen. Das verbleibende CH4-Netz kann Endkunden mit einer Leistung von in Summe 22 GW versorgen.

Das Konzept wurde beim AGID am 8. November 2021 vorgestellt.

Erhebung zukünftiger Wasserstoff Quellen und Senken 

In einem zweiten Schritt erfolgt eine detailliertere Analyse unter Zugrundelegung einer bottom-up Erhebung zukünftiger Wasserstoff Quellen und Senken. In Kombination mit der Langfristigen und integrierten Planung wurden detaillierte Fragebögen zur Erhebung zukünftiger Wasserstoffabnahme und Wasserstoffaufbringung entwickelt und den Netzbetreibern zur Verfügung gestellt. Diese Erhebung dient dabei auch als Planungsgrundlage für die Langfristige und integrierte Planung für die Gas Verteilernetzinfrastruktur in Österreich.

Durch Bekanntgabe von Abnahme- und Einspeiseleistungen können zukünftigen Wasserstoffbedarfe und Wasserstoffaufbringen rechtzeitig in der Planung berücksichtigt werden und eine effiziente und zielgerichtete Entwicklung eines Wasserstoffnetzes wird dadurch ermöglicht. Auf Basis der zur Verfügung gestellten Daten erfolgt dann die Ermittlung der notwendigen Netzausbaumaßnahmen zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur unter Wahrung der Systemstabilität und Versorgungssicherheit der aktuellen Gasnetzinfrastruktur.

Um bei der Roadmap auch einen Überblick über aktuelle Wasserstoffleitungsprojekte, sowie mögliche, für die Umwidmung zur Verfügung stehenden, Bestandsleitungen mit freien Kapazitäten (Gas, Öl, etc.) zu bekommen, ist auch ein Fragebogen diesbezüglich erstellt worden.

Wir ersuchen daher, die Fragebögen bestmöglich und gewissenhaft auszufüllen und mit Ihrem Netzbetreiber bis 29. April 2022 in Kontakt zu treten oder auch direkt mit uns in Kontakt zu treten und so den Grundstein für die erneuerbare Zukunft der Gasinfrastruktur zu legen.

Für etwaige Rückfragen an AGGM können Sie sich gerne an folgenden Kontakt wenden:              

Thomas Rosanelli, MSc                                            

E-Mail:  thomas.rosanelli@aggm.at

Telefon: +43 (1) 27 560-28885

Phase 3: Entwicklung einer Blendingstrategie

Bei der Entwicklung der Blendingstrategie soll die Möglichkeit der Beimischung von Wasserstoff in das CH4 Netz ermittelt werden. Ziel ist es, optimale Einspeisepunkte und Elektrolysestandorte zu entwickeln.

Projektsteckbrief:

Projektleitung:              

AGGM, DI Helmut Wernhart, helmut.wernhart@aggm.at
AGGM, DI Thomas Rosanelli, thomas.rosanelli@aggm.at

Projektbeteiligte:         alle Verteil- und Fernleitungsnetzbetreiber und alle Speicherunternehmen in Österreich, AGGM

Projektlaufzeit:              9/2020 – 9/2022