Teyssen für CO2-Mindestpreis: "Müssen weg von Subventionen"

06.12.2017
Teyssen: Mindestpreis hätte Sogwirkung
<br /> - Quelle: APA/dpaTeyssen: Mindestpreis hätte Sogwirkung
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E.ON-Chef Johannes Teyssen wirbt für ein Umsteuern bei der Energiewende. "Wir müssen weg von Subventionen und Technologiesteuerung", sagte er am Mittwoch vor Vertretern der Auslandspresse in Berlin. Auf dem Weg sei ein CO2-Mindestpreis das Mittel der Wahl. "Es bedarf einer Sogwirkung, damit es zu einer Umstellung auf einen Mindestpreis kommt. Wir werben gegenüber den politischen Parteien dafür."

Der Mindestpreis sollte seiner Meinung nach nicht nur für die am Emissionshandel beteiligten Sektoren ausgerufen werden, sondern für alle Bereiche, wo Kohlendioxid ausgestoßen werde. "Dann würde aus der Stromwende eine echte Energiewende werden."

Ein CO2-Preis von weniger als zehn Euro bewirke außer Bürokratie fast nichts: "Das ist kein Anreiz für Investitionen." Um die Pläne für einen CO2-Mindestpreis international voranzutreiben, wäre es aus seiner Sicht richtig, mit "einer Koalition der Willigen" zu starten. "Unterstützt von kleineren Ländern, die in die Wertschöpfungskette integriert sind", sagte Teyssen. Er hat den E.ON-Konzern neu aufgestellt. Die Kohle- und Gaskraftwerke hat er abgestoßen und setzt inzwischen auf Ökostrom.

Quelle: APA/ag