Russland ortet Sabotage bei Pipelineprojekt Nord Stream 2

14.11.2017
Medwedew übt Kritik an EU
<br /> - Quelle: APA (dpa)Medwedew übt Kritik an EU
- Quelle: APA (dpa)

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat Versuche der Europäischen Union zur Regulierung des Gas-Pipelineprojekts Nord Stream 2 scharf kritisiert. Es sehe so aus, als ob sein Land dazu gebracht werden solle, aus dem Vorhaben auszusteigen, sagte Medwedew laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax.

"Unser Ansatz zur Umsetzung dieses Projekts hat sich bisher nicht geändert: Das ist kein politisches Werkzeug, das ist ein reguläres kommerzielles Projekt mit dem Ziel, Europas Energiesicherheit zu schützen", so Medwedew.

Die EU-Kommission hatte vergangene Woche mitgeteilt, die derzeit geltenden Regeln für den internen EU-Gasmarkt auf Pipelines aus Drittstaaten, die nach Europa gehen, erweitern zu wollen. Für solche Gasleitungen würden damit die gleichen Auflagen im Hinblick auf eine Regulierung der Preise und die Transparenz gelten wie für Pipelines innerhalb der Union. Das Europaparlament und die Mitgliedsländer müssen der Neuregelung noch zustimmen.

Nord Stream 2 ist umstritten. Die Pipeline soll russisches Gas durch die Ostsee nach Deutschland bringen. In der EU gibt es allerdings große Vorbehalte. Unter anderem wird eine zu große Abhängigkeit von Russland befürchtet.

Quelle: APA/ag.