Ölpreise trotz der Militärschläge gegen Syrien gesunken

16.04.2018
Es herrscht Angst vor einer zu starken US-Produktion
<br /> - Quelle: APA (Symbolbild/Getty)Es herrscht Angst vor einer zu starken US-Produktion
- Quelle: APA (Symbolbild/Getty)

Die Ölpreise sind am Montag gesunken. Die Militärschläge der USA, Frankreichs und Großbritanniens gegen Ziele in Syrien vom Wochenende konnten den Notierungen keinen Auftrieb verleihen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kostete in der Früh 71,83 US-Dollar. Das waren 75 Cent weniger als am Freitag.

Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai fiel um 60 Cent auf 66,79 Dollar. Bereits kurze Zeit nach den Militärschlägen gegen Syrien hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, dass die "Mission vollendet" sei. Am Ölmarkt wird daher die Gefahr einer Eskalation der Lage im Nahen Osten als begrenzt eingeschätzt. Auch der britische Außenminister Boris Johnson hatte die Militärschläge als eine einmalige Aktion bezeichnet.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern überwiegt wieder die Sorge einer zu starken Ölförderung in den USA die Furcht vor einer Eskalation im Nahen Osten. In der vergangenen Woche hatten die geopolitischen Risiken die Ölpreise noch stark stiegen lassen. So war der US-Ölpreis in den fünf Handelstagen bis vergangenen Freitag um mehr als acht Prozent nach oben gesprungen.

Quelle: APA/dpa