Montenegro will rascheren Ausstieg von A2A aus EPCG

17.04.2018

Montenegros Regierung will den im Vorjahr angekündigten Ausstieg des italienischen Energiekonzerns A2A aus dem montenegrinischen Stromkonzern EPCG (Elektroprivreda Crne Gore) nun beschleunigen. Wie das Internetportal Analitika berichtete, hat die Regierung vor, dem italienischen Energiekonzern die geforderten 250 Mio. Euro binnen zwei Jahren auszuzahlen.

Bisher war von einem Rückkauf der EPCG-Anteile durch den montenegrinischen Staat innerhalb von sieben Jahren die Rede gewesen. Der beschleunigte Ausstieg des italienischen Konzerns wurde dem Bericht zufolge durch die kürzliche Aufstockung des Regierungsbudgets um 70 Mio. Euro ermöglicht.

Der italienische Energieversorger hatte der Regierung in Podgorica im Juli 2017 seinen Anteil am montenegrinischen Stromkonzern um 250 Mio. Euro zum Rückkauf angeboten. Früheren Medienberichten zufolge soll der Rückkauf am 1. Mai 2018 beginnen. A2A hatte 2009 insgesamt 41,2 Prozent an EPCG erworben und dafür 436 Mio. Euro bezahlt. 55 Prozent blieben im Eigentum des montenegrinischen Staates.

Quelle: APA