Irak will Ölförderung bis 2022 stark erhöhen

13.02.2018

Der Irak will seine Ölförderung in den kommenden Jahren stark ausweiten und ruft Investoren auf, die dafür nötigen Gelder bereitzustellen. Die Produktion solle von derzeit 4,7 Millionen Barrel pro Tag auf sieben Millionen Barrel im Jahr 2022 steigen, sagte der irakische Ölminister Dschabbar al-Luaibi am Dienstag auf der internationalen Hilfskonferenz in Kuwait.

Er stellte Förderprojekte vor, an denen sich private Investoren aus dem Ausland beteiligen können.

Investoren böten sich "große Chancen" im Öl- und im Gassektor, warb al-Luaibi. Die Angriffe der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hätten die Raffineriekapazität des Landes von 930.000 Barrel am Tag auf rund 450.000 Barrel reduziert, klagte der Minister. Nötig seien sieben neue Raffinerien mit einer Kapazität von 700.000 Barrel. Außerdem würden neue Pipelines und Förderanlagen vor allem im Süden des Landes gebraucht.

Insgesamt benötigt der Irak für den Wiederaufbau fast 90 Mrd. Dollar (73 Mrd. Euro). Diese Summe hatte die Regierung zu Beginn der Hilfskonferenz am Montag genannt. An dem dreitägigen Treffen nehmen Hilfsorganisationen, Regierungsvertreter und Unternehmen teil.

Quelle: APA/ag