EU-Kommission drängt auf europäische Batterie-Allianz

13.02.2018
Sefcovic spricht von eine Kapüazität von 200 GWh
<br /> - Quelle: APA/AFPSefcovic spricht von eine Kapüazität von 200 GWh
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Die EU-Kommission drängt auf eine europäische Batterie-Allianz für Elektro-Autos. Der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, erklärte Montag nach einem Treffen mit Staatssekretären aus Deutschland, Polen und Schweden, dass Europa eine Kapazität von 200 Gigawattstunden für solche nachhaltigen grünen Batterien brauche.

Wesentlich werde sein, dass es eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Unternehmen in der EU gebe. Derzeit würden 80 Teilnehmer an dieser europäischen Wertekette arbeiten, es sei wichtig, dass es zu keiner Fragmentierung komme. Kein Land allein könne diese Aufgabe der Batterie-Produktion für Elektroautos übernehmen. Es sei auch wichtig, so Sefcovic, dass die Batterie-Erzeugung eine "grüne" und nachhaltig sein werde. Dies werde die EU auch in der Qualität hervorheben, wenn die dafür notwendigen Materialen gesammelt und wiederverwendet werden können.

Der deutsche geschäftsführende Staatssekretär Matthias Machnig sagte, es handle sich um die tiefste Änderung der Autoindustrie seit ihrem Beginn. Wir wären blind und naiv, nicht tätig zu werden. Es könne hier keinen Aufschub geben. Andernfalls werde die EU ein großes Problem bekommen.

An dem zweiten Batterie-Gipfel - der erste fand im Oktober vergangenen Jahres statt - nahm auch EIB-Vizepräsident Andrew McDowell teil. Auch er unterstrich die Notwendigkeit einer nachhaltigen Industrie.

Warnung vor Zögern

Sefcovic unterstrich die Notwendigkeit von zehn Gigawatt-Unternehmen in der EU bis 2025. Hier dürfe es kein Zögern geben. Batterien sollten nicht als Ware, die man von anderen Kontinenten billig kaufen könne, gesehen werden und dann warte man sechs Wochen auf die Lieferung.

Batterien seien künftig einer der wichtigsten Teile für das E-Auto. Deshalb müsse es eine eigene Produktions-Linie in der EU geben. Machnig unterstützte Sefcovics. Man dürfe sich bei der Batterie-Produktion nicht auf Drittstaaten verlassen. Ohne eine Initiative der Europäischen Union in diesem Bereich "sind wir aus dem Spiel draußen". Und zwar für viele Jahre, warnte Machnig.

Sefcovics erklärte ferner, für die Produktion könnten auch Staatsbeihilfen herangezogen werden. Diese sollten allerdings maßgeschneidert angewendet werden.

Quelle: APA