Entspannung zwischen Griechenland und Türkei in Erdgasstreit

14.02.2018

Im Konflikt um die Erkundung von Erdgasfeldern bei Zypern zeichnet sich zwischen Griechenland und der Türkei eine Entspannung ab. Einen Tag nach dem Rammen eines Boots der griechischen Küstenwache durch ein türkisches Patrouillenboot befänden sich in der Region am Mittwochmorgen nur noch jeweils ein Boot der türkischen und ein Boot der griechischen Küstenwache.

Das verlautete aus Kreisen der griechischen Küstenwache. Am Dienstag hatte es griechischen Medien zufolge in der Region bei den Felseninseln Imia (türkisch: Kardak) noch von Booten beider Küstenwachen "gewimmelt".

Vor dem Zwischenfall hatten türkische Kriegsschiffe ein Bohrschiff tagelang daran gehindert, das Erkundungsgebiet für Erdgas südöstlich der zypriotischen Hafenstadt Larnaka zu erreichen. Zur Entspannung trug offenbar ein Telefonat der Regierungschefs Griechenlands und der Türkei, Alexis Tsipras und Binali Yildirim, am Dienstagabend bei. Nach Angaben des Büros des griechischen Regierungschefs verständigten sich die Ministerpräsidenten darauf, vertrauensbildende Maßnahmen beider Staaten zu intensivieren.

Quelle: APA/dpa